Fortbildung
Wie werden Bäume im Wald richtig gepflanzen?

Ende März haben Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i.Bay. (AELF) und der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land in Burgthann und Schnaittach zwei Fortbildungen für Waldbesitzer zur Pflanzung von Waldbäumen durchgeführt. Bei bestem Wetter erhielten zahlreiche Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen praxisnah Informationen rund um das Thema Pflanzung.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Pflanzung
Zu Beginn stellte sich die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, dass eine Pflanzung überhaupt Sinn macht. Erst wenn in einem Bestand ausreichend durchforstet und Holz geerntet wurde, kommt genügend Licht auf den Waldboden, dass die jungen Pflanzen gut wachsen können.
Nicht an Qualität sparen
Wenn die Pflanzung dann durchgeführt wird, ist vor allem auf eines zu achten - Qualität. Da bei der Pflanzung die Grundlage für eine neue Waldgeneration gelegt wird, ist es entscheidend, dass die Wurzel der jungen Bäume frisch und ohne Beschädigungen in den Boden gelangt. Wer an dieser Stelle spart, muss damit rechnen, dass die gepflanzten Bäumchen nicht anwachsen, in einem trockenen Sommer absterben oder später wegen schlechter Wurzelentwicklung vom Wind geworfen werden. Die Förster ermutigten die Teilnehmenden, die Pflanzung selbst durchzuführen, denn: „Niemand pflanzt einen Baum so sorgfältig, wie der, der ihn in einigen Jahren in seinem Wald wachsen sehen will.“
Wurzelschonend Pflanzen
Die Förster führten verschiedene Pflanzwerkzeuge, wie den Hohlspaten oder die Rhodener Haue, vor und zeigten, wie man die Wurzel, ohne sie abzuknicken, in den Boden bringt. Anschließend durfte jeder Teilnehmer mindestens einen Baum selbst unter Aufsicht pflanzen. Erst durch das selber-Pflanzen, so stellten viele Teilnehmer fest, merkt man sich, wie alle Arbeitsschritte richtig durchgeführt werden.
Die Forstbetriebsgemeinschaft stellte vor, welche Dienstleistungen, von der Holzernte, über Zaunbau und Pflanzung sie für die Waldbesitzer anbietet. Außerdem erhielten die Waldbesitzer Hinweise zur Auswahl von Pflanzen, zu rechtlichen Fragen sowie zur Förderung einer Pflanzung.
Wer Interesse am Angebot einer Pflanzschulung auch in der eigenen Nähe hat, kann sich beim zuständigen Förster des AELF melden.

